Stadtteil
Wissenswertes über Vormholz
Bereits für das Jahr 1220 lässt sich ein Hof im Gebiet des heutigen Vormholzes belegen. Große Heidtmann hieß der ansässige Bauer. Gut dokumentiert ist das Wachsen des Ortsteils ab dem 16. Jahrhundert. In dieser Zeit gaben die Herren von Elverfeldt, die als Gerichtsherren Herbede verwalteten, das Gebiet zur Ansiedlung von weiteren Höfen und Köttern frei.

Der Bergbau veränderte das Gesicht der Bauernsiedlung im 19. Jahrhundert maßgeblich. Lebten 1818 199 Personen in Vormholz, waren es 1889 über 1250. In Vormholz sowie dem angrenzenden Muttental entstanden in dieser Phase eine ganze Reihe von kleinen Zechen, die Einwohnerzahl Vormholz stieg vor allem aufgrund des Siedlungsbaus, über 90 Prozent der Einwohner Vormholzes waren Bergleute beziehungsweise ihre Familien.

Mit dem Kleinzechensterben Ende des 19. Jahrhunderts fanden viele Vormholzer Bergleute Arbeit in anderen in Herbede angesiedelten Industrien. Vormholz dient heute primär als Schlafstadt. Vormholz ist von großen Wiesen, teilweise auch von dicht bewachsenen Wäldern umgeben. Einen großen Teil der Bebauung stellen Ein- und Zweifamilienhäuser dar.

Bis 1975 war Vormholz ein Stadtteil der Stadt Herbede. 1975 wurde Herbede von der Stadt Witten eingemeindet. Heute ist Vormholz ein Ortsteil von Witten-Herbede. Zwar weisen Ortseingangsschilder Vormholz als Stadtteil aus (Witten - Stadtteil Vormholz), dies ändert jedoch nichts am tatsächlichen Status.